Vonovia Skulpturenwettbewerb

Knorrviertel in Frankfurt am Main
Realisierung

Knorr-Quartier in Frankfurt am Main

Weitgehend abgeschlossen ist die Weiterentwicklung im Frankfurter Knorrquartier: An der Wallauer Straße und Knorrstraße im Gallusviertel haben wir 110 Wohnungen aus den 50er Jahren modernisiert – also Gebäude und Wohnumfeld auf den neuesten Stand gebracht und verschönert. Außerdem haben wir die Wohnungen dort nun mit Balkonen und Aufzüge schöner und auch besser zugänglich gemacht – etwa für Senioren oder Menschen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
Im Zuge dieser Quartiersentwicklung haben wir in dem Gebiet zudem 40 neue Wohnungen gebaut – und zwar mit innovativer Bauweise: Auf die bestehenden Häuser wurden neue Wohnungen aufgestockt. Dafür hat Vonovia die Holzhybrid-Bauteile in der Fabrik eines Partnerunternehmens vorfertigen lassen und dann vor Ort auf die bestehenden Häuser aufgesetzt.
Die Vorteile dabei liegen auf der Hand: die Bauzeit ist sehr kurz, und die Belästigung für die bestehenden Anwohner durch Lärm und Schmutz konnten wir so möglichst geringhalten.

Konzepte der Künstler

Entwurf Knorrviertel Frankfurt

2. Platz: "Grazien"

Künstler: Via Lewandowsky

Idee


Die Besonderheit an einem Standort für Kunst in einem Wohngebiet ist, dass solche Orte wie Schleusen zwischen öffentlichen und privaten Räumen funktionieren. […] Man muss daher eine Brücke schlagen, in der die Kunst am Bau auf Augenhöhe den Anwohnern begegnet und als Überbringer kultureller Botschaften ein guter Begleiter im Alltag sein kann.

Beschreibung


Bei dem Entwurf handelt es sich um drei ca. fünf Meter hohe geschwungene Peitschenlampen in Resedagrün. In Verbindung mit dem Titel verweisen die Lampen auf die drei Grazien der griechischen Mythologie, die für Anmut, Schönheit und Festesfreude
stehen. Die Lampen sind mit 24 Volt-LEDLeuchtmitteln ausgestattet, die ein angenehmes,
diffuses Licht auf den Rasen werfen. Die Masten stehen sich in einem gestreckten Dreieck gegenüber und umkreisen sich gegenseitig. In der Mitte des Dreiecks wird ein Ahornbaum gepflanzt.
Entwurf Knorrviertel Frankfurt

Vonovia Skulpturenwettbewerb 2001

2. Platz: "Das Goldene Dach"

Künstlerin: Veronike Hinsberg

Idee


Die ersten Eisenbahngesellschaften wurden über Wertpapiere finanziert; aber auch die Knorr-AG, die GAGFAH AG und die Vonovia AG sind finanziert über das Kapital von Anlegern / Aktionären. Den Firmen kommt eine soziale Verantwortung zu, insofern sie ganze Stadtteile prägten (und dies heute noch tun) und damit über die Verteilung von öffentlichem und privatem Raum mitbestimmen.

Beschreibung

Bei dem Entwurf handelt es sich um ein dreiteiliges Projekt an der Schnittstelle von Stadtentwicklung / Wohnen / Marktwirtschaft, das auf 11 Jahre angelegt ist. Der erste Teil ist mit einem Aktiendepot für die Mieter als Soziale Plastik konzipiert. Ca. 55 % der Realisierungssumme soll in Aktien von Vonovia investiert werden. Mit der Gründung eines Vereins oder einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts sollen die Mieter aktiv an der Gestaltung von Gemeinschaft und am Erfolg des Dax-Unternehmens beteiligt werden. Die jährliche Dividende wird auf einem treuhänderischen Konto verwaltet und auf Antrag für gemeinsame Projekte (z. B. Sommerfeste, Ausflüge, Fahrradständer o. ä.) ausgeschüttet. Falls der Betrag nicht komplett abgerufen werden sollte, wird der Rest in den weitern Kauf von Aktien investiert. Der zweite Teil der Arbeit besteht aus einem handelsüblichen Pavillon / Carport mit begrüntem Dach. Die Seiten des Pavillons sind offen und teilweise von Holzbänken flankiert. Optional sind Dämmerungssensoren und Solarzellen auf dem Dach vorgesehen, um den Innenraum des Pavillons abends und in der Dämmerung mit Licht zu versorgen. Der dritte Teil der Arbeit besteht in der Dokumentation des Prozesses. Sämtliche Aktionen werden entweder von den Mietern oder der Verfasser/in selbst dokumentiert und um einen begleitenden Text ergänzt. Die gesammelten Dokumente werden im 11. Jahr zusammengefasst und in einer Publikation veröffentlicht. Die anfallenden Kosten hierfür werden aus dem Aktiendepot finanziert. Das erste Jahr markiert die Findungsphase des Projekts. Dafür sieht die Verfasser/in monatliche Treffen vor, bei denen der Prozess organisatorisch durchgeplant sowie juristische Fragen rund um die Vereinsgründung geklärt und Informationen zu Aktien gegeben werden. Die Verfasser/in verpflichtet sich, bei den monatlichen Treffen im ersten Jahr anwesend zu sein.
Vonovia Skulpturenwettbewerb 2001